EU plant verbindliche Höchstmengen für Vitaminpillen ab 2026

Die EU plant verbindliche Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln ab 2026, basierend auf EFSA-Bewertungen.

Die EU-Kommission plant, europaweit einheitliche Obergrenzen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln einzuführen. Ein Beschluss wird für 2026 erwartet.

Bereits seit 2002 existiert die rechtliche Grundlage für EU-weite Höchstmengen, umgesetzt wurde sie jedoch nie. Die neuen Regeln sollen auf wissenschaftlichen Gutachten der EFSA basieren.

Die EFSA bewertet derzeit die sicheren Obergrenzen (tolerierbaren täglichen Gesamtzufuhrmengen, ULs) für zahlreiche Mikronährstoffe neu. Für Substanzen wie Vitamin B6, Vitamin D und Selen liegen bereits finale Stellungnahmen vor.

Das Problem in Deutschland: Nach EU-Recht dürfen Produkte aus anderen Mitgliedstaaten, die dort legal sind, auch hier verkauft werden - selbst wenn sie höher dosiert sind als die BfR-Empfehlungen.

Betroffen sein werden voraussichtlich: - Vitamin A, D, E und B6 - Folsäure - Eisen - Selen

Nach der finalen wissenschaftlichen Bewertung durch die EFSA 2025 wird die EU-Kommission den Gesetzgebungsprozess einleiten. Geht alles nach Plan, treten die verbindlichen Höchstmengen 2026 in Kraft.

*Hinweis: Diese Zusammenfassung dient Informationszwecken. Die dargestellten Studienergebnisse sind keine zugelassenen Health Claims. Für detaillierte Informationen konsultieren Sie bitte die Originalquelle.