USA: Neues Gesetz soll Flickenteppich staatlicher Supplement-Regulierungen beenden

Der Dietary Supplement Regulatory Uniformity Act könnte einheitliche Bundesstandards schaffen und widersprüchliche staatliche Regelungen außer Kraft setzen. Branche hofft auf Planungssicherheit.

# USA: Neues Gesetz soll Flickenteppich staatlicher Supplement-Regulierungen beenden

Ein neuer Gesetzentwurf im US-Kongress könnte die Regulierungslandschaft für Nahrungsergänzungsmittel grundlegend verändern. Der "Dietary Supplement Regulatory Uniformity Act" zielt darauf ab, einen einheitlichen bundesweiten Standard zu schaffen und den wachsenden Flickenteppich unterschiedlicher staatlicher Vorschriften zu beenden.

Hintergrund

Seit der Verabschiedung des Dietary Supplement Health and Education Act (DSHEA) im Jahr 1994 reguliert die FDA Nahrungsergänzungsmittel auf Bundesebene. In den letzten Jahren haben jedoch immer mehr US-Bundesstaaten eigene, teils widersprüchliche Regelungen eingeführt. Besonders betroffen sind Produkte zur Gewichtsreduktion und zum Muskelaufbau, für die mehrere Staaten Verkaufsverbote an Minderjährige erlassen haben.

Aktuelle Situation: - New York hat bereits 2024 ein Verkaufsverbot für bestimmte Supplemente an Minderjährige eingeführt - Ähnliche Gesetze sind in Kalifornien, Illinois, Maryland, Massachusetts, Michigan, New Jersey, Texas, Virginia und Washington aktiv oder vorgeschlagen - New Hampshire, Hawaii und Alaska haben ebenfalls entsprechende Gesetzesinitiativen gestartet

Diese Entwicklung führt zu erheblichen Compliance-Herausforderungen für Hersteller und Händler, die bundesweit tätig sind.

Kernaussagen

  • Der von Rep. Nick Langworthy (R-N.Y.) eingebrachte Gesetzentwurf würde einen "einheitlichen, wissenschaftsbasierten nationalen Standard" unter FDA-Autorität etablieren
  • Staatliche Zusatzanforderungen würden präemptiert (außer Kraft gesetzt)
  • Bundesstaaten könnten bei der FDA Petitionen einreichen, wenn sie legitime, evidenzbasierte lokale Bedenken haben
  • Branchenverbände wie CRN und NPA unterstützen das Gesetz als Wiederherstellung der ursprünglichen DSHEA-Intention
  • Kritiker warnen, dass staatliche Regelungen oft nicht auf wissenschaftlichen Risikobewertungen basieren

Auswirkungen für Hersteller

Bei Verabschiedung des Gesetzes:

Positive Auswirkungen: - Vereinfachte Compliance durch einheitliche Bundesstandards - Reduzierte Rechts- und Verwaltungskosten - Planungssicherheit für nationale Marketingkampagnen - Einheitliche Etikettierung für alle US-Märkte - Vermeidung von Produktrückrufen aufgrund unterschiedlicher staatlicher Anforderungen

Herausforderungen: - Mögliche Verschärfung bundesweiter Standards als Kompromiss - Übergangsphase mit parallelen Regelungen - Notwendigkeit der Anpassung bestehender Compliance-Systeme

Bei Scheitern des Gesetzes:

  • Fortsetzung des Trends zu fragmentierten staatlichen Regelungen
  • Steigende Compliance-Kosten
  • Mögliche Marktaustrittsbarrieren für kleinere Hersteller
  • Notwendigkeit staatsspezifischer Produktvarianten und Etikettierungen

Handlungsempfehlungen

Für Hersteller und Händler:

  • **Monitoring**: Verfolgen Sie den Gesetzgebungsprozess aktiv und beteiligen Sie sich an öffentlichen Konsultationen
  • **Compliance-Audit**: Überprüfen Sie Ihre aktuellen Produkte auf Konformität mit den strengsten staatlichen Standards
  • **Risikobewertung**: Identifizieren Sie Produkte, die von staatlichen Altersbeschränkungen betroffen sein könnten
  • **Dokumentation**: Stellen Sie sicher, dass Sie wissenschaftliche Evidenz für Produktsicherheit und -wirksamkeit dokumentiert haben
  • **Flexibilität**: Entwickeln Sie Szenarien für beide Ausgänge (Verabschiedung oder Scheitern des Gesetzes)

Für Verbraucher:

  • Informieren Sie sich über lokale Regelungen in Ihrem Bundesstaat
  • Kaufen Sie Produkte von Herstellern, die transparente Qualitäts- und Sicherheitsstandards kommunizieren
  • Seien Sie sich bewusst, dass staatliche Altersbeschränkungen primär dem Jugendschutz dienen

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Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Rechtsberatung dar. Für spezifische rechtliche Fragen zur US-Supplement-Regulierung konsultieren Sie bitte einen auf Lebensmittelrecht spezialisierten Anwalt.

Quelle: [NutraIngredients - New Bill Aims to End Patchwork of State Supplement Regulations](https://www.nutraingredients.com/Article/2026/02/05/new-bill-aims-to-end-patchwork-of-state-supplement-regulations/)

*Hinweis: Diese Zusammenfassung dient Informationszwecken. Die dargestellten Studienergebnisse sind keine zugelassenen Health Claims. Für detaillierte Informationen konsultieren Sie bitte die Originalquelle.